Wie die deutsche Atombombe funktionierte

Können die EU und Deutschland Atomwaffen haben?
Evakuierung aus Korea

von  Jeff Smith, wissenschaftlicher Redakteur bei  Veterans Today

Nach dem 2. Weltkrieg versuchten einige deutsche Nuklearwissenschaftler, die beim deutschen Atomwaffenprogramm mitgearbeitet hatten, ihre Entwicklung einer Atombombe mit einem Sprengkopf mit unterkritischer Masse zu patentieren. Die aus der Kriegszeit stammenden deutschen Patente, welche durch vorangegangene Vereinbarungen gleichmäßig auf alle alliierten Mächte aufgeteilt werden sollten, wurden anstelle dessen von den USA konfisziert und unter großer Geheimhaltung aus Deutschland herausgeschleust.

Die USA benutzten diese Beute, um für sich selbst für die nächsten sechs Jahrzehnte eine technologische Führerschaft und eine prosperierende Volkswirtschaft  aufzubauen. Die Illegalität des Patentraubs ist eine der Hauptgründe dafür, warum vieles über die deutsche Atombombe bis zum heutigen Tage ein Geheimnis bleibt.

Die Versuche in der Nachkriegszeit, die Patentgewährung für fortgeschrittene Technologien zu erhalten, wurden in Deutschland vereitelt, aber in Frankreich in Artikeln und Büchern durch deutsche Wissenschaftler wie Diebner unter dem Pseudonym H.J. Hajeck veröffentlicht. Die Veröffentlichung dieser Erfindungen fiel mit den Bemühungen von ehemaligen Nazis [in den USA werden ja alle Deutschen der Kriegszeit als “Nazis” wahrgenommen, A. d. Ü.] in den 19590er Jahren zusammen, Waffen und Nukleartechnologie an Ägypten und Syrien zu verkaufen.

Die Herangehensweise des Nuklearwissenschaftlers Dr. Erich Schumann und des Ballistikexperten Dr. Walter Trinks beruhte auf dem deutschen Vorsprung im Bereich von Hohlladungs-Sprengsätzen, die von Franz Rudolf Thomanek während des Jahres 1935 erfunden wurden. Wichtig dabei ist, dass während der Entwicklung der Hohlladungstechnik eine Hochgeschwindigkeitskamera entwickelt wurde, welche die Explosionen mit 45.000 Photos pro Sekunde aufnahm.

Konteradmiral Dr. Otto Haxel erreichte in seinen Versuchen mit überhitzten Lithium in seinem Labor in der Nähe von Greifswald Temperaturen von 20.000 Grad Celsius bei dem Einsatz von Hohlladungssprengsätzen…

Schumann & Trinks wären auch die Nutznießer eines wissenschaftlichen Berichts aus dem Jahre 1941 aus Japan gewesen, in welchem die künstliche Erzeugung von radioaktiver Strahlung durch photoneninduzierten Kernspaltung ohne einen Atomreaktor beschrieben wurde. Dadurch ist es möglich, Uran238 in Plutonium ohne Kernreaktoren zu transmutieren.

[Ich spare mir nun die Ausführungen von Jeff Smith über die Technologie des Projekts und verweise auf den unterstehenden Eintrag bei Wikipedia (hat man da etwas vergessen zu zensieren?):] –>

Entdeckung

Seit dem Ende des 19. Jahrhunderts war bekannt, dass die geometrische Form einer Sprengladung für deren Sprengwirkung eine entscheidende Rolle spielt beziehungsweise ein ausgehöhlter Sprengkörper eine besonders hohe Durchschlagskraft besitzt.[1] Eine Untersuchung dieses Phänomens war damals noch nicht möglich. Insgeheim hatte die Reichswehr aber schon in den 1930er-Jahren eine Reihe von Entwicklungsarbeiten auf diesem Gebiet in Auftrag gegeben. So wurden am II. Physikalischen Institut der Berliner Universität unter Professor Erich Schumann eine Reihe von Dissertationen zu theoretischen Problemen der Hohlladung verfasst. Auch in den USA war seit 1880 am Prinzip der Hohlladung gearbeitet worden, das in den 1930er-Jahren von Henry Mohaupt weiterentwickelt wurde und zu Hohlladungs-Hand- und Gewehrgranaten sowie später zur Entwicklung der Bazooka führte. Diese Waffe wurde erstmals im November 1942 in Nordafrika bei der Operation Torch eingesetzt.

Seitens der deutschen Rüstungsindustrie kam es 1938 zur Entwicklung panzerbrechender Projektile mit Hohlladung (kurz: HL oder Hl), wie beispielsweise der Gr. 38HL, die aus der 7,5-cm-KwK 37 verschossen werden konnten.

Zeichnung einer Hohlladung

Konventionelle Hohlladungen

In Deutschland gelang Franz Thomanek von der Luftfahrtforschungsanstalt in Braunschweig 1935 ein Durchbruch. Er entwickelte als erste Hohlladungswaffe ein 7-cm-Tankgewehr.[2] Entscheidend für die weitere Forschung war der 1938 ebenfalls von Thomanek entdeckte Auskleidungseffekt. Die Durchschlagskraft wurde dadurch mehr als verdoppelt. Abgeschlossen wurde die Entwicklung der Panzerfaust dann ab Sommer 1942 von einer Entwicklungsgruppe unter der Leitung von Dr. Langweiler bei der Leipziger Hugo Schneider AG (HASAG). Thomanek wechselte kurz nach seiner zweiten Erfindung zu Hubert Schardin an das Institut für Technische Physik und Ballistik an der Technischen Akademie der Luftwaffe in Berlin-Gatow.

Kurz nachdem Thomanek der Hohlladungsforschung eine neue Richtung gegeben hatte, schlug der Siemens-Wissenschaftler Max Steenbeck eine röntgenspektroskopische Untersuchung der Gasentladung bei Hohlladungen vor.[3] In der Folgezeit entwickelten das Ballistische Institut und das Siemens-Forschungslabor Röntgenblitzröhren, mit denen mehr als 45.000 Bilder pro Sekunde aufgenommen wurden. Damit konnte erstmals die Strahlbildung bei einer Hohlladung und die Wirkung auf eine Panzerplatte beobachtet und analysiert werden.[4][5] In der Folge wurden im Heereswaffenamt (HWA) und bei der Luftwaffenakademie durch Schardin umfangreiche Optimierungen vorgenommen, die unmittelbar in der Waffenentwicklung Anwendung fanden, wovon vor allem die Panzerfaust bekannt wurde.[6]

Einer der ersten Einsätze der Hohlladung war am 10. Mai 1940 bei der Erstürmung des belgischen Fort Eben-Emael durch deutsche Fallschirmjäger, bei dem zur Zerstörung der Panzerkuppeln Ladungen von bis zu 50 kg verwendet wurden.

Nachdem Erich Schumann die Leitung der Heeresforschung im Heereswaffenamt übernommen hatte, stieg Walter Trinks 1940 zum Leiter des Referats Wa FI b‚ Sprengphysik und Hohlladungen, auf. Bis zum Kriegsende erarbeitete die Wissenschaftlergruppe um Trinks mindestens vierzig Geheimpatente zum Thema Hohlladung.[7]

Atomare Hohlladungen

Den Anstoß für eine völlig neue Arbeitsrichtung der Kernphysik gaben die theoretischen Arbeiten der Strömungsforscher Adolf Busemann und Gottfried Guderley aus dem Jahr 1942. Beide arbeiteten an der Luftfahrtforschungsanstalt in Braunschweig und beschäftigten sich mit der Fokussierung von Stoßwellen. Sie zeigten, wie mit energiereichen, stoßartigen Wellen Druck- und Temperatursprünge in einem kleinen Bereich um das Konvergenzzentrum herum zu erzielen waren.[8] Ihre Forschungen gaben den Anstoß für Experimente, mittels höchster Drücke und Temperaturen Fusionsreaktionen einzuleiten.

Auf Anregung Carl Ramsauers, dem Leiter der Forschungsabteilung der AEG, begannen ab Herbst Versuche mit deuteriumgefüllten Hohlkörpern beim HWA (Dr. Trinks, Dr. Kurt Diebner) und Marinewaffenamt (MWA, Dr. Otto Haxel). Im Oktober 1943 begann Trinks in der Heeresversuchsanstalt Kummersdorf-Gut mit einer Versuchsreihe Freisetzung von Atomenergie durch Reaktionen zwischen leichten Elementen.[9] Die Versuche schlugen nach eigener Aussage fehl,[10][11] wurden aber offensichtlich geheim fortgeführt.[9][12][13]

Schumann, Trinks und Diebner erläuterten in Patenten und Publikationen nach dem Krieg den wissenschaftlichen und technischen Weg zur Herstellung von Atomhohlladungen.[9][14][15][16] Allerdings geht nur Diebner auf die Notwendigkeit eines Zusatzes von Spaltstoffen (235U, 233U, Plutonium) ein.[15] Der Autor H. J. Hajek publizierte 1956 offensichtlich unter Pseudonym in der Zeitschrift „Explosivstoffe“ (Ausgabe 5/6 1955, S. 65 ff) einen Artikel über Atom-Hohlladungen. Darin weist er außerdem auf eine Arbeit des französischen Atomministeriums über Atomhohlladungen hin, die bis heute gesperrt ist.[17]

In den USA und der Sowjetunion wurden sofort nach dem Krieg Forschungen zu atomaren Hohlladungen begonnen: USA – Alarm Clock[18], UdSSR/Russland – Layer Cake[19]. Die Details werden bis heute geheim gehalten. Moderne Kernwaffen sind überwiegend nach dem Prinzip der Hohlladung gebaut, um die zur Kettenreaktion erforderliche Verdichtung des spaltbaren Materials zu erreichen (siehe auch Mininuke).

Funktionsweise

Eine kegelmantelförmige Metalleinlage mit nach vorn gerichteter Öffnung wird mit möglichst brisantem Sprengstoff umgeben. Der Zünder sitzt an der Rückseite der Ladung. Wird die Ladung gezündet, so bildet sich – von der Spitze des Metallkegels ausgehend – ein Stachel aus kaltverformtem Metall, der mit sehr hoher Geschwindigkeit das Ziel durchdringt, gefolgt von einem langsameren „Stößel“, der die Hauptmasse bildet.

Entgegen der landläufigen Ansicht erreicht das Material nicht den Schmelzpunkt. Es handelt sich um eine reine Kaltverformung bei sehr hohem Druck. Trotzdem kommt es beim Einsatz von Hohlladungen häufig zu Feuer und Bränden, was auf druckverflüssigtes Zielmaterial zurückzuführen ist, das sich an der Luft pyrophor verteilt und verbrennt.

Bildung des kumulativen Metallstrahls bei der Detonation einer Hohlladung (Zeichnung B)

Die Einlage (englisch Liner) wird zur Erhöhung der Durchschlagskraft aus einem gut formbarem Metall mit möglichst hoher Dichte gefertigt. Aus diesem Grund wird häufig Kupfer eingesetzt. Uran, wie in der russischen 3BK-21B, und Tantal, beispielsweise bei der TOW2B, kommen ebenfalls zum Einsatz und verstärken durch ihre pyrophoren, branderzeugenden Eigenschaften den Schaden nach dem Durchschlagen der Panzerung.

Die Erzeugung dieses Metallstrahls wird durch eine geometrisch-dynamische Eigenheit bei Detonationen von Hohlladungen möglich, gemäß der sich die Detonationsfront als Stoßwelle mit Überschallgeschwindigkeit ausbreitet und die Metalleinlage gebündelt in einer Linie entlang der Achse zur Wechselwirkung gebracht wird (siehe Zeichnung B). Dabei lösen sich vom entstandenen Stachel einzelne, „Spindeln“ genannte Partikel, die dann hochenergetisch auf das Ziel einwirken. So entsteht bei hinreichender Präzision der Anordnung ein Kanal von kleinen Lunkern. Die mit Unterschallgeschwindigkeit nachströmenden Explosionsgase sind für die Wirkung dagegen irrelevant.

Animation einer Hohlladung
Animation der Detonation einer Hohlladung

Die Geschwindigkeit des Stachels ist abhängig von der Brisanz des Sprengstoffs und vom Kegelwinkel der Metalleinlage. Je spitzer, desto höher die Geschwindigkeit des Stachels, aber desto geringer seine Masse im Verhältnis zum Stößel, so dass in der Praxis ein Kompromiss erforderlich ist. Unter Laborbedingungen wurden Geschwindigkeiten um 100 km/s erreicht,[20] was aber wegen des Aufwandes – unter anderem der Expansion in Vakuumkammern – für gewerbliche und militärische Zwecke keine Bedeutung hat.

Da die Detonationsfront allein keine große Penetrationskraft hätte, wird die Oberfläche der Hohlladung, wie oben geschildert, mit einer Metalllage versehen. Das Metall wird bei der Detonation durch den Druck kalt verformt und zur Längsachse des Kegels geschleudert. Dort trifft das Metall aufeinander und bildet einen kumulativen Metallstrahl.

Die Spitze dieses Strahls bewegt sich mit sehr hoher Geschwindigkeit. Bei militärischen Systemen liegt diese Geschwindigkeit im Bereich von etwa 7 km/s bis 10 km/s. Trifft dieser Strahl auf ein Hindernis, entsteht ein extrem hoher Druck. Bei einer Strahlgeschwindigkeit um 10 km/s liegt der Druck in der Größenordnung von 200 GPa. Bei diesem Druck verhalten sich Festkörper wie Flüssigkeiten, so dass der Metallstrahl nach Gesetzmäßigkeiten der Fluiddynamik das Hindernis wie eine Flüssigkeit durchdringt.

Durchschlägt eine solche Hohlladung die Panzerung eines Fahrzeuges, können der explosionsartig eindringende Metallstrahl und Splitter der Panzerung den Treibstoff oder die Munition entzünden und die Besatzung töten. Die Öffnung, die ein solcher Strahl hinterlässt, ist dabei wesentlich kleiner als das Kaliber des ursprünglichen Geschosses.

Da der kumulative Strahl etwas Raum benötigt, um sich zu entwickeln, besitzen Hohlladungen oft eine langgestreckte ballistische Haube, durch welche die Ladung beim Aufschlag in ausreichendem Abstand gezündet werden kann. Wegen der hohen Geschwindigkeit des kumulativen Strahls ist die Fluggeschwindigkeit des mit der Hohlladung bestückten Geschosses zweitrangig. Daher werden oft relativ langsame, teils rückstoßfreie Geschosse mit Hohlladungen versehen, wodurch das Gewicht des Abschussgerätes gering gehalten werden kann (zum Beispiel Bazooka oder Panzerfaust).

Zur Abwehr von Hohlladungsgeschossen wird Reaktivpanzerung bei Panzern eingesetzt. Sie besteht aus vielen aufgebrachten Sprengstoffsegmenten, die beim Aufschlag detonieren und dadurch den Strahl verwirbeln sollen. Als Gegenmaßnahme wurde die Tandemhohlladung entwickelt, wobei die vordere, kleinere Hohlladung die Reaktivpanzerung auslöst und die sofort darauf gezündete hintere Hauptladung dann die „ungeschützte“ Panzerung durchbrechen kann. Doppelhohlladungen werden hauptsächlich in Panzerabwehrlenkwaffen verwendet. Bei den Flugzeugträgern der Gerald-R.-Ford-Klasse kommt eine Panzerung zum Einsatz, bei der zwei Platten mittels Kondensatoren mit ausreichend elektrischer Ladung versehen werden, dass der Strahl verdampft wird, sobald er einen Kontakt zwischen den Platten herstellt.

Wird das Geschoss dagegen mittels Drall stabilisiert, nimmt die Durchschlagsleistung stark ab. Der Grund ist, dass durch die Zentrifugalkraft der Strahl aufgeweitet wird. Aus diesem Grund werden die meisten Hohlladungsgeschosse flügelstabilisiert.

Quellen: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Hohlladung

http://www.veteranstoday.com/2015/07/06/how-the-nazi-a-bomb-worked/

http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0939388915708019

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