Wieviel Geld „private Investoren“ mit der Entwicklungshilfe verdienen können – ein Billionenmarkt

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Die Weltbank ist neben dem IWF, dem Internationalen Währungsfonds, die international bedeutendste öffentliche Institution der sogenannten Entwicklungshilfe. Die beiden Institutionen verknüpfen Kreditzusagen allerdings in der Regel mit politischen Forderungen. Diese sorgen nach Ansicht von Kritikern dafür, dass die Märkte „liberalisiert“ werden und öffentliche Institutionen wie Krankenhäuser in private Hände gehen. Am Ende zahlten die Ärmeren der betreffenden Gesellschaften für diese Art der Politik.

Wo ist Jim Yong Kim

Erst vor wenigen Monaten wechselte der vormalige Präsident der Weltbank, Jim Yong Kim, zum „Global Infrastructure Partners“ (GIP). Dies ist ein Investmentfonds, der eigene Mittel und fremdes Kapital in Infrastrukturprojekte in Industrieländer und Entwicklungsländern investiert.

Schon damals fragen sich Beobachtern, wie dieser Wechsel zustande kam. Denn als Präsident der Weltbank hat er dafür gesorgt oder sorgen wollen, mit privaten Investoren zusammen 17 Entwicklungsziele in den sogenannten Entwicklungsländern zu verfolgen. Die „traditionellen“ Quellen der Weltbank wie auch aus den Staatshaushalten würden demnach nicht ausreichen, um diese Projekte anzugehen.

„Pensionsfonds, Staatsfonds und Versicherungsgesellschaften“ sollten als „Hebel“ der Milliarden-Zahlungen von Staaten dienen – um „Billionen“ daraus werden zu lassen. Die Weltbank präzisierte in einem Werbefilmchen, über das www.makroskop.eu berichtet.

„Entwicklungsländer sind eine 12 Billionen Dollar Marktchance. Es gibt Chancen in den Bereichen Transport, Infrastruktur, Gesundheit, Landwirtschaft.“

Dafür kann die Weltbank wie bislang darauf setzen, dass öffentliche Güter in private Güter transformiert werden. Künftig soll stets „geprüft“ werden, „ob private Investoren ein Entwicklungsprojekt finanzieren können.“

Kein Wunder, wenn und dass der frühere Präsident der Weltbank sich diesen Projekten gerne widmet. Bedauerlich allerdings für die betreffenden Länder, wenn sich die Risiken in solchen Fällen erhöhen sollten. Denn die Weltbank bietet den Investoren „Garantien und Risikoversicherungen“ für deren Engagements an. Die aber kosten Geld und erhöhen den Druck. Lesen Sie hier mehr zu den Fällen Monsanto und Venezuela…..

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