Was will Spahn? Verloren und doch gewonnen?

www.shutterstock.com, photocosmos1, 1020840979

Jens Spahn geht formal als Verlierer aus der Unions-Wahl. Tatsächlich aber hat Jens Spahn aus seiner Sicht wichtige Punkte gesammelt. Wir gehen davon aus, dass er in den kommenden Jahren versuchen wird, an die Spitze der Bewegung zu kommen. Er wird eines Tages Kanzler werden wollen oder auf der EU-Bühne stehen. Denn der Mann ist ein Kandidat der sogenannten „Bilderberger“. Die hatten im Sommer 2017 unter anderen Jens Spahn eingeladen und gelten zwar nicht als formale Instanz bei der Krönung der Häupter, aber doch zumindest informell. Olaf Scholz, heute Finanzminister in Deutschland, nach Andrea Nahles möglicherweise der nächste Vorsitzende der SPD und danach Kanzlerkandidat, war auch schon bei den Bilderbergern.
Heute ist ein früherer Mitarbeiter von Goldman Sachs in seinem Finanzministerium tätig. Ungewöhnlich für einen Sozialdemokraten, gewöhnlich für jemanden, der den Kontakt zu den Mächtigen dieser Welt gesucht und gefunden hat.

Jens Spahn: Kandidat für alle

Jens Spahn ist mit dem Segen der „Bilderberger“ unterwegs und immerhin schon Gesundheitsminister geworden. Ein erster Schritt. Bei der Wahl zum Vorsitzenden der Union hat er trotz aussichtsloser Umfragen immerhin durchgehalten. Das zeigt, dass er sich nicht als Zählkandidaten, sondern als ernst zu nehmende Alternative begreift.

Jens Spahn ist mit dem Ministerium allerdings noch nicht am Ende. Unter einer Kandidatin AKK ist er im Zweifel – von vornherein – ohnehin noch geeigneter Minister gewesen. Unter Merz, so aus seiner Sicht, wird er vermutlich gewusst haben, dass der nur maximal 8 bis 10 Jahre an der Spitze bleiben würde. Genug Zeit für Spahn, um weiteres politisches Gewicht zu gewinnen.

Und da wird es interessant: Er möchte die „Vereinigten Staaten von Europa“ nicht haben. Nicht in dieser Form. Er wolle ein kooperierendes Europa, ließ er vor einiger Zeit wissen. Die „Vereinigten Staaten“ jedoch waren insbesondere von den USA und den Briten – einst – forciert worden. Die Briten hatten faktisch die Oberaufsicht – im Namen der US-Amerikaner. Nun ändert sich die Welt: Und Spahn gewinnt Profil.
Wir sind uns sicher: Der Kandidat wird wieder kommen.

Diese und tausende andere News finden Sie ab jetzt auch auf Krisenfrei.de
  • Deutschlands größte alternative Suchmaschine
  • Über 2000 News aus allen TOP Quellen
  • Unabhängig und Übersichtlich
>>> JA, ich möchte alle alternativen News auf einen Blick

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen