Wird der Weihnachtsmarkt-Anschlag 2016 endlich aufgeklärt?

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Die Ermittlungen zum Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin im Jahr 2016 am Breitscheidplatz sind bislang weitgehend im Sande verlaufen. Nun gibt es eine erneute Wendung, über die zunächst der „Focus“ berichtete. Der vermutliche Helfer des getöteten „Terroristen“ Anis Amri, Ben Ammar, soll nun entgegen der bisherigen Planungen verhört werden. Aktuell sitzt Ammar noch in einem Gefängnis in Tunesien.

12 Tote, über 50 Verletzte, Ermittlungen liegen lahm

Die Ermittlungen haben bislang nur bruchstückhafte Ergebnisse gebracht. Im Kern ist bekannt, dass der Täter Anis Amri von den USA beobachtet worden sein soll. Dabei hätten die USA bzw. der CIA als Auslandsgeheimdienst die deutschen Behörden davon abgehalten, Amri zu verhaften. Die USA erhofften sich weitere Erkenntnisse über die Kreise, in denen Amri verkehrte.

Die deutschen Behörden haben offensichtlich dem Wunsch der USA nachgegeben und müssen sich jetzt – Stück für Stück – nachweisen lassen, dass dies den Anschlag ermöglichte. Dabei waren zwölf Menschen getötet worden, über 50 Menschen erlitten Verletzungen.

Amri ist relativ kurz nach dem Attentat wiederum getötet und damit als wichtiger Zeuge ausgeschaltet worden. Die Vermutungen kritischer Beobachter beinhalten den Verdacht, dies sei nicht zufällig geschehen.

Der mutmaßliche Helfer von Amri, Ben Ammar, allerdings spielt eine immer wichtigere Rolle bei der Aufklärung. Wie erst nach längerer Zeit bekannt wurde, ist der tunesische Staatsbürger kurz nach dem Anschlag in Berlin „hastig und unter mysteriösen Umständen abgeschoben worden“. Schon damals ermittelten die Behörden gegen ihn – als Beschuldigten. Die Abschiebung verhinderte, dass ein wichtiger Zeuge die Erkenntnisse in Deutschland hätte erhellen können. Das Verfahren selbst ist nach der Abschiebung entsprechend „eingestellt“ worden. Dies ist besonders irritierend, insofern die Auswertung seines Smartphones eine Tatbeteiligung nahelegte. Zudem hatte Ben Ammar noch am Vorabend des Anschlag zusammen mit Anis Amri gegessen.

Ob der Bundestagsuntersuchungsausschuss Ammar jetzt verhören kann, ist offen. Noch fehlt ein „offizielles Rechtshilfeersuchen“. Dann dürfte es spannend werden.

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