Wohnungsnot in Deutschland: In wenigen Jahren wird es noch einmal wesentlich ausufernder

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Die Wohnungsnot in Deutschland ist jetzt bereits gravierend. Geht es nach einer über den „Deutschlandfunk“ verbreiteten Studie, dann wird sich die Wohnungsnot noch einmal verschärfen. Ab 2025. Dann gehen die sogenannten geburtenstarken Jahrgänge in Rente. Was passiert? Die „steigenden Wohnkosten“, die unter anderem auch gesetzlichen Regelungen beruhen – sowie auf dem in der EU forcierten Niedrigzins -, werden im Verbund mit sinkenden Renten zur Falle.

Umziehen keine Alternative mehr

Gravierend kommt hinzu, dass der Umzug für viele Menschen keine Alternative darstellt. Zum einen sind neue Wohnungen oftmals teurer, zum anderen ist der Umzug selbst aufwendig. Dies trifft gerade ältere Menschen, die noch immer in den Wohnungen leben, die in jüngeren Jahren in oberen Etagen angemietet worden sind.

Ältere Menschen werden abgeschnitten. Der Studienautor geht davon aus, dass es zudem kaum die Bereitschaft gäbe, daran etwas zu ändern. Genügend produziert würde in Deutschland. Am Ende handele es sich um ein Verteilungsproblem. Eine angedachte Lösung – jedenfalls vom Autor der Studie – weist nach Österreich. Bei einer Mindestanzahl an Einzahlungsjahren wird dort eine Grundrente gezahlt, die höher als die Mindestsicherung liegt. In Deutschland sind dagegen genau jene von der Altersarmut besonders betroffen, die ohnehin schon Mindestlöhne beziehen, lange arbeiten, schwächer werden und wie oben beschrieben nicht umziehen „können“. Vor diesem Hintergrund wäre ein erheblicher Einsatz der Politik wichtig.

Diese Redaktion sieht derzeit nicht einen in der Öffentlichkeit diskutierten Ansatz, der sich diesem Problem stellen würde. Die Sozialdemokratie, ggf. erster Ansprechpartner, gibt vage Versprechungen zur Rentenhöhe und zur maximalen Beitragsgrenze. Die schon existierende Altersarmut, die Wohnungsnot und die auf diese Gesellschaft zukommenden Probleme über starke Rentenjahrgänge bei höheren Wohnkosten wird regelrecht verleugnet. Armes Deutschland. Im wahrsten und im traurigsten Sinne des Wortes. Besserung scheint nicht in Sicht.

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