Lauterbach: Zweiter Lockdown wenig wahrscheinlich…

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Die Zahl der positiv Gemessenen in Deutschland steigt tendenziell weiterhin etwas an. Aktive am Corona-Virus Erkrankte summieren sich auf etwa 18.000 Menschen, heißt es derzeit vom RKI. Die Zahlen selbst sind weit entfernt von den Krisenmonaten im Frühjahr, auch wenn inzwischen zahlreiche Urlaubsrückkehrer die Welle hätten anschieben müssen. Dies hatte u.a. Karl Lauterbach, Experte für Krisenszenarien der SPD, vermutet. Der hat inzwischen zumindest eingeräumt, zu einem zweiten Lockdown in Deutschland werde es wohl nicht kommen (müssen). Die Zahlen, so wiederum die Deutung dieser Redaktion, geben dies nicht her.

Die Zahl der positiv Getesteten in Relation zu den Gemessenen liegt bei ungefähr 1, in der Regel knapp darunter. Dies ist mit weitem Abstand kein Beleg dafür, dass sich die Situation verschlimmern würde. Damit ist auch klar, was wir an dieser Stelle bereits meldeten:

Am 30. August oder kurz davor bzw. danach sollte es zu einem Lockdown kommen, hieß es. Wir haben die Meldung für unplausibel erklärt und führen diese Einschätzung ausdrücklich fort – auch für die kommenden Tage. Wir erinnern:

“Der 30. August bzw. zwei oder drei Tage vorher bzw. nachher, so ein Bürgermeister aus Osthessen nach Auskunft eines Gemeinderatmitarbeiters am 20. Juni. Die Anweisung sei von ganz oben gekommen, zitiert – auch – der “Focus” aus dem Bericht. (…)

“Klar ist auch”….

Nachrichtlich: Der Focus zitiert(e) zum einen “T-Online”, wonach ein Schreiben “von solcher Tragweite” nach Auskunft eines Sprechers des Hessischen Innenministeriums “bereits schon durch Mitarbeiter in unserem Ministerium innerhalb von Stunden an die Öffentlichkeit sickern” würde.

Der “Focus” bewertet mit einem Hinweis “Klar ist auch”, dass es einen bundesweit beschlossenen Lockdown wohl auch deshalb nicht geben könne, da die Länder für eine solche Regelung zuständig sei.

Es würde zudem in Bundesländern wie in Mecklenburg-Vorpommern “immer noch relativ wenige Neu-Infektionen” geben. Sie seien dementsprechend weit davon entfernt, einen Lockdown zu verordnen.

Meinung: (…)

Es (ist) tatsächlich wenig plausibel, dass ein solcher Termin hier mindestens zwei Monate vorher angekündigt würde. Es stellt sich damit die Frage, warum diese Nachricht ja ganz offensichtlich lanciert worden ist. Soll die Angst vor einem Lockdown für Disziplin sorgen? Wessen Agenda betreiben hier die verschiedenen Medien? Und wir erinnern daran, dass Angela Merkel – als BUNDES-kanzlerin – selbst androhte, jederzeit wieder härtere Maßnahmen anschlagen zu können.

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