Zahl der Gelbwesten-Demonstranten offenbar gefälscht

Kadima ! En Marche ! Vorwärts!

Am vergangenen Samstag, beim „Acte 18“ kam es in Frankreich und Paris wieder zu massiven Zusammenstößen zwischen der Polizei und den Demonstranten der sogenannten „Gelbwesten“. Nach der neuen Gewaltexplosion kündigte die französische Regierung an, noch härter gegen die Demonstranten vorzugehen. Während die französischen Behörden und die Medien weiter von sinkenden Teilnehmerzahlen sprechen, präsentierte sich auf den Straßen ein ganz anderes Bild. Zudem gibt es Hinweise darauf, dass die französische Regierung die Teilnehmerzahlen bewusst fälscht und geringe Zahlen meldet.

Tatsächlich dürfte die Teilnehmerzahl angesichts der massiven Polizeigewalt und nach dem Attentat im Dezember in Straßburg zurückgegangen sein. Doch der Protestwille ist bei den Gelbwesten zweifellos ungebrochen. Obwohl die Polizei mit Hartgummigeschossen und Blendgranaten auf die Demonstranten schießt und dadurch schon rund 200 Menschen schwerstverletzt hat, sollen am vergangenen Samstag wieder über 200.000 Gelbwesten an den Samstagsprotesten teilgenommen haben. Unterstützer der Gelbwesten sprechen sogar von 290.000 Teilnehmern.

Der Spiegel indes berichtete von 32.000 Gelbwesten, die landesweit an den Demonstrationen teilgenommen haben sollen. Vertreter der Gelbwesten sprachen auf Facebook von rund 230.000 Teilnehmern. Die russische Nachrichtenagentur AFP spricht ebenfalls von anderen Zahlen. Demnach soll allein der „radikale Teil der Gelbwesten“ bis zu 50.000 Menschen umfassen – diese Zahl soll von einem von Macron selbst vorgelegtem Bericht stammen. Die Zahlen liegen also weit auseinander und so muss man zu dem Schluss kommen, dass das französische Innenministerium die Zahlen absichtlich nach unten korrigiert – vermutlich um die tatsächliche Lage zu beschönigen und um die Gelbwesten zu demoralisieren.

Die Versuche der französischen Regierung, die Gelbwesten-Bewegung zu stoppen, sind bislang gescheitert. Jetzt entschied die französische Regierung, noch entschiedener gegen die Gelbwesten vorzugehen. Demonstrationsverbote drohen und Demonstrationen sollen noch schneller aufgelöst werden. Der Polizeichef wurde durch einen härteren Nachfolger ersetzt.

Obwohl in Frankreich Menschenrechte verletzt werden, schweigen die EU-Mitglieder zu den Gewaltexzessen der Polizei. Lediglich die Menschenrechtskommissarin des Europarats, Dunja Mijatovic, forderte Einhalt von der französischen Regierung. Ihre Worte sind allerdings ungehört verhallt…

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