Zur Einordnung der Corona-Fallzahlen: Todesfälle nach anderen Erkrankungen…

Die Diskussion um die Corona-Fallzahlen reißt nicht ab. In den USA sind nun gut 100.000 Menschen an – oder doch mit? – Corona verstorben. Es werden noch zahlreiche Todesfälle mehr werden. Nur ist diese Zahl in Deutschland (andere Medien lassen sich von hier aus nicht so gut gewichten, dass wir unseren Eindruck nur hier teilen können) falsch dargestellt worden. Es geht nicht darum, die Anzahl der Todesfälle in den USA oder andernorts zu verharmlosen – es geht um Einordnung.

Wie viele Menschen sterben überhaupt?

Damit die Zahlen eingeordnet werden können, sehen wir uns die Zahlen für das Jahr 2017 an – die liegen vor, sind mittlerweile unbestritten und sind ein Maßstab dafür, wie sich die Todesfallraten überhaupt entwickelt.

Tag für Tag sterben weltweit – wir sprechen vom Jahr 2017 – annähernd 150.000 Menschen. Dabei stehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 48.742 Todesfällen auf Platz 1 der Rangliste. Krebs wurde mit 26.181 Fällen als Nr. zwei ausgemacht. Atemwegserkrankungen insgesamt sind mit 10.724 Fällen hier die Nr. drei. Lungenentzündungen und Grippeerkrankungen (Influenza) wurden mit 7.010 Fällen identifiziert, 6.889 Fälle wurden für die Demenz gezählt. Weitere interessante Zahlen: 3.243 Fälle an Tuberkulose wurden gezählt, 2.615 Fälle, die an Aids bzw. dem HI-Virus starben. 2.175 Suizide wurden täglich gemeldet.

Zum Vergleich die Zahl, die wir für die aktuelle Corona-Welle sehen: Zwischen dem 31. Dezember 2019 und dem 15. Mai dieses Jahres sind täglich 2.205 Todesfälle im Durchschnitt gemeldet worden. Zwischen dem 11. März, dem Tag, an dem die Pandemie als solche bezeichnet wurde, sind es tagesdurchschnittlich 4.517 Menschen gewesen. Im absoluten Peak zwischen dem 13. April und dem 19. April sind es 7,504 Todesfälle gewesen.

Wie die Zahlen einzuordnen sind, muss neben den täglichen Talkshows jeder für sich selbst entscheiden – Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die selbst im absoluten Peak um ein Vielfaches größer sind und im Jahresdurchschnitt 2020 möglicherweise 50 mal so hoch sein werden (wenn die Corona-Zahlen weiterhin fallen) würden sich bei einer ähnlichen Konzentration auf Verhaltensweisen (Industrieverbote, Nahrungsmittel, Arbeitsformen etc.) sicher ebenfalls für eine Eindämmung bedanken.

 

 

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